Feuerlöscher überprüfen, wann und wie?

Feuerlöscher überprüfen: alle 2 JahreDas Überprüfen Ihres Feuerlöschers ist überlebensnotwendig. Denn bricht ein Brand aus muss Ihr Feuerlöscher funktionieren. Deshalb schreibt auch der Gesetzgeber eine regelmäßige Feuerlöscher-Überprüfung vor. Dieser besagt, dass ein Feuerlöscher alle zwei Jahre überprüft werden muss. Dies steht unter anderem im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, in der Arbeitsstättenverordnung sowie in der Versandbehälterverordnung. Anhand einer ausgestellten Plakette erkennen Sie, wann Ihre nächste Feuerlöscherüberprüfung ansteht. 

Zudem muss bei tragbaren Feuerlöscher nach maximal fünf Jahren eine innere, sowie nach maximal zehn Jahren eine äußere Festigkeitsprüfung durchgeführt werden. Diese Fristen können sich jedoch – je nach Bauart und Löschmittel – etwas unterscheiden. Im Einzelfall bestehen sogar Sonderregelungen. Unbedingt beachten sollten Sie allerdings, dass zum Einsatz gebrachte Feuerlöscher umgehend gewartet werden müssen!

Feuerlöscher – Prüfstellen in Ihrer Umgebung

 

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Wer führt diese Prüfung durch?

Die Prüfung und Wartung der Feuerlöscher darf nur von einem zertifizierten Sachkundigen durchgeführt werden. Diese Anbieter prüfen die Funktionsfähigkeit Ihres Feuerlöschers und führen allfällige Wartungsarbeiten durch. Danach stellen Sie Ihnen Ihre neue Sicherheitsplakette aus und überreichen Ihnen ebenfalls einen Prüfbericht.

Vielerorts in Österreich organisieren die Freiwilligen Feuerwehren Prüftage. An diesen Tagen bringen die Anrainer Ihre Feuerlöscher zu einem ausgeschriebenen Ort, meist das Rüsthaus der Feuerwehr, wo ein lizenzierter Partner die Feuerlöscherüberprüfung ausführt.

Warum müssen Sie ihren Feuerlöscher überprüfen?

Im Ernstfall, wenn es zu einem Brand kommt, ist der Feuerlöscher das Mittel zur Erstbekämpfung. Die Überprüfung und Wartung Ihres Feuerlöschers versichert Ihnen, dass im Notfall der Feuerlöscher auch funktioniert. Der Brandschutz im eigenem Haushalt erhöht die Sicherheit massiv. 

Warum eine Überprüfung von Feuerlöschern wichtig ist lässt sich anhand von Pulver- und Schaumlöschern einfach erklären. Besonders bei diesen zwei Feuerlöscher Arten verändern sich die eingefüllten Löschmittel mit der Zeit. Dadurch kann es zu Verstopfungen und Fehlfunktionen des Feuerlöschers im Notfall kommen. 

Eine regelmäßige Wartung ist unbedingt notwendig, um mögliche Gefahren oder Fehlfunktionen zu vermeiden. Denn spätestens nach 25 Jahren ist es an der Zeit, den alten Feuerlöscher auszutauschen. Hierbei ist es wichtig den Feuerlöscher professionell zu entsorgen. Denn Feuerlöscher sind Druckgeräte, bei denen sich auch das Material mit zunehmenden Alter deutlich verschlechtern kann. Dadurch können Feuerlöscher äußerst gefahrbringend werden. Ihren abgenutzten Feuerlöscher können Sie beispielsweise bei Wertstoffhöfen entsorgen. Überdies nehmen oft auch Brandschutzfirmen oder die jeweiligen Hersteller, alte Feuerlöscher an.

Welche Kosten fallen bei einer Wartung an?

Eine übliche Wartung dauert in der Regel 20 Minuten. Bei älteren Feuerlöschern besteht die Möglichkeit, dass sich Rost bildet. Dies ist im Vorhinein meist nicht zu erkennen und erfordert zusätzlichen Arbeitsaufwand. Folglich fallen auch weitere Kosten an. Eine Wartung bei Aufladelöschern ist wesentlich kostengünstiger als bei Dauerdrucklöschern. Der endgültige Preis ist jedoch von Größe und Art des Feuerlöschers abhängig.

Bei Feuerlöschern, die keinerlei Mängel aufweisen ist mit Preisen zwischen 10 und 45 Euro zu rechnen. Bei einer Überprüfung von mehreren Feuerlöschern sinkt überdies sogar der Preis für einen einzelnen Löscher. Somit lohnt es sich gemeinsam mit anderen Benutzern von Feuerlöschern eine Wartung durchzuführen.

Allerdings gibt es oft keinen Sachkundigen in der Nähe, der eine solche Wartung durchführen kann. In diesem Fall bietet sich das Einsenden von Feuerlöschern an. Manche Anbieter senden des Löschgerät wieder versandkostenfrei an den Kunden zurück. 

Folgende Leistungen sind bei einer Wartung inkludiert:

  • Sicherheitsplombe
  • Dichtring
  • Instandhaltungsaufkleber
  • Platzfolie
  • Fett
  • Wartungsbericht

Können Sie ihren Feuerlöscher selbst überprüfen?

Prinzipiell, lautet die Antwort: Nein. Feuerlöscher dürfen nämlich einzig von geprüften und fachkundigen Personen gewartet werden. Sie können den Feuerlöscher lediglich auf äußere Schäden überprüfen. Dazu zählen zum Beispiel Rostflecken. Sollten Sie solche oder andere Auffälligkeiten entdecken, nehmen Sie möglichst bald Kontakt mit einem Fachmann auf.

In dem Fall, dass die Plombe oder der Sicherungsstift beschädigt sind oder gar fehlen, wurde der Feuerlöscher höchstwahrscheinlich ausgelöst. Auch hier sollten Sie unverzüglich den Kundendienst oder einen Sachkundigen verständigen. Als Ansprechpartner kommen insbesondere qualifizierte Brandschutzfachbetriebe in Frage. Diese übernehmen das Wiederauffüllen, die Kontrolle sowie die Wartung Ihrer Feuerlöscher. 

Wie unterscheidet sich der Aufladelöscher zum Dauerdrucköscher?

Die Wartung der Auflade- und Dauerdrucklöscher wird unterschiedlich gehandhabt. Aus diesem Grund fallen auch für die Wartung eines Auflade-Feuerlöschers weniger Kosten an. Doch was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Feuerlöscher-Arten?

Grundsätzlich liegt der Unterschied, in der Art und Weise, wie das Treibmittel im Feuerlöscher vorhanden ist. Das Treibmittel ist für den Druck zum Löschen zuständig.

Bei einem Dauerdrucklöscher handelt es sich bei dem Treibmittel um Stickstoff. Dieser sitzt direkt im Löschmittelbehälter, gemeinsam mit der jeweiligen Löschflüssigkeit. Pulver oder Schaum beispielsweise. Dieses System führt häufig zu Druckverlusten aufgrund von Dichtungsmängeln und beansprucht mehr Aufwand in der Wartung. Vorteilhaft ist allerdings, die kostengünstige Produktion. Aus diesem Grund, finden Sie dieses System vor allem in günstigen Feuerlöschern der 6 kg Klasse an. Überdies greifen auch kleine Löschgeräte, wie zum Beispiel Autofeuerlöscher auf dieses System zurück. Vor allem, aus Platzspargründen. 

Bei einem Aufladelöscher hingegen, ist das Treibmittel in einer eigenen Flasche. Das Treibmittel ist hier Co2. Dieses System ist eindeutig die wartungsfreundlichere Variante, da zur Prüfung des Drucks nur die Co2-Flasche gewogen werden muss. Dieses System garantiert nicht nur eine höhere Zuverlässigkeit, sondern beansprucht auch weniger Kosten für die Wartung. 

Welche Arbeitsschritte erfolgen bei der Wartung eines Feuerlöschers?

Wie bereits erwähnt, werden Auflade- und Dauerdrucklöscher verschieden gewartet. Folglich weichen auch gewisse Arbeitsschritte voneinander ab.

Aufladelöscher:
  • Als erstes wird der allgemeine Zustand, die Sauberkeit und die Beschriftung kontrolliert. Des Weiteren wird der Schlauch abmontiert, die Behälter geöffnet und die Armatur abgeschraubt.
  • Im nächsten Schritt wird der Löschmittelbehälter zur Gänze entleert. Dabei wird das Feuerlöschmittel auf Identität, Beschaffenheit, Menge, Wiederverwendbarkeit usw. überprüft. Falls notwendig, wird die Löschflüssigkeit erneuert.
  • Nun wird der Löschmittelbehälter innen sowie außen, auf Beschädigungen und Mängel kontrolliert. Dazu zählen zum Beispiel Gewindeschäden oder Beulen. Die Armatur wird zerlegt und gereinigt. Im Anschluss wird diese auf Risse, Gewinde und Druckentlastungseinrichtungen untersucht.
  • Auch der Schlauch und die Löschpistole werden begutachtet. Dabei werden Leitungen und Kanäle auf freien Durchgang geprüft. Des Weiteren wird festgestellt, ob die Betätigungseinrichtungen sowie, ein eventuell vorhandenes Sicherheitsventil, ordnungsgemäß funktionieren.
  • Die Co2-Treibgaspatrone wird auf Schäden kontrolliert und abgewogen. Bei Unter- oder Überfüllung wird diese ausgewechselt. Die Armatur wird wieder montiert, Dichtringe erneuert, die Sicherung plombiert sowie die Treibgaspatrone angeschraubt.
  • Zu guter Letzt erfolgt die Wiederherstellung der Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers. Infolgedessen wird die Löschflüssigkeit eingefüllt, die Armatur eingesetzt, das Löschgerät gut verschlossen und gesichert sowie der Schlauch befestigt. Der Instandhaltungsnachweis wird angebracht und die Halterung des Löschers überprüft.
Dauerdrucklöscher:
  • Zu Beginn erfolgt auch hier die Kontrolle des allgemeinen Zustands, der Sauberkeit, der Beschriftung sowie der Kennzeichnung des Behälters. 
  • Als nächstes wird der Betriebsdruck ermittelt und, wenn vorhanden, mit einem Gerätemanometer verglichen. Bei Druckverlust muss das Löschgerät geöffnet und auch innen überprüft werden. Auch Armatur, Schlauch und Feuerlöscher-Behälter werden auf Mängel untersucht. 
  • Der Druck aus dem Feuerlöscher wird entfernt, der Schlauch abmontiert und der Behälter geöffnet. Druckbeaufschlagte- sowie Funktionsteile werden nach Angaben gesäubert, geprüft und falls nötig, ausgetauscht. Auch Dichtflächen und Dichtkegel werden untersucht. Die Leitungen und Kanäle für das Lösch- bzw. Treibmittel, werden auf freien Durchgang überprüft. 
  • Kontrolle des Schlauchs und der meist vorhandenen, Löschpistole. Auch hier werden die Kanäle und Leitungen auf freien Durchlass untersucht. Funktionsweise der Betätigungseinrichtungen und des Sicherheitsventils wird kontrolliert.
  • Nun kann das Löschmittel wieder eingefüllt, die Dichtringe erneuert, die Armatur eingesetzt und der Feuerlöscher verschlossen werden. Außerdem wird der Feuerlöscher mit Stickstoff befüllt und der Betriebsdruck wiederhergestellt. Nachfolgend wird eine sogenannte Dichtigkeitskontrolle vollzogen.
  • Die Funktionsbereitschaft wird erneut hergestellt, der Instandhaltungsnachweis angebracht sowie die Halterung des Löschgeräts kontrolliert.
  • Wenn die Prüffrist von zehn Jahren abgelaufen ist, muss der Behälter außerdem zuvor einer Sachverständigenprüfung unterzogen werden.
Teste dein Wissen!

Für welche Brandklasse(n) eignet sich der CO2 Löscher?

 
 
 
 

Welcher der folgenden Faktoren beeinflusst am meisten den Preis eines Feuerlöschers?

 
 
 

Ist die Windrichtung beim Löschen eines Feuers von Bedeutung?

 
 

In welchen der folgenden Bereichen kommt ein Schaumlöscher zum Einsatz?

 
 
 
 

Welche der folgenden Marken ist kein Feuerlöscher Anbieter?

 
 
 
 

Was ist der Unterschied zwischen einem Auflade- und Dauerdrucklöscher?

 
 

Question 1 of 6

Feuerlöscher retten Leben

Ein Löschgerät kostet nicht viel rettet im Brandfall jedoch Ihr Leben, welches unbezahlbar ist.

Bedeutung der DIN EN 3

Die DIN EN 3 bezeichnet eine europäische Norm zur Zulassung eines Feuerlöschers. Tragbare Feuerlöscher werden in Deutschland schon seit 1992 nach der DIN EN 3 zugelassen. In Österreich nach der ÖNORM EN 3.

Was ist ein ABC-Feuerlöscher?

Als ABC-Löscher werden Löschgeräte, welche für die Brandklassen A, B und C geeignet sind umgangssprachlich genannt. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel der ABC-Pulver.