Autofeuerlöscher – Informationen und Besonderheiten

Man sieht es immer wieder: Ein Auto am Straßenrand, aus der Motorhaube quillt dichter Rauch. Doch so dramatisch diese Situation auch wirkt, Autos explodieren in der Regel nur im Film. Dennoch ist ein Feuerlöscher im Auto ebenso wichtig wie der Verbandskasten oder das Warndreieck, auch wenn der Autofeuerlöscher gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Mit einem Feuerlöscher im Auto ist es möglich, einen größeren Brandschaden zu vermeiden. Doch Achtung: Nicht jeder Feuerlöscher ist für das Auto geeignet!

Autofeuerlöscher können Leben retten

Für einen Autofeuerlöscher existieren keine Normvorschriften wie zum Beispiel beim Verbandskasten oder Warndreieck. Ein guter Anfang sind sogenannte Löschhilfen für das Auto. Dabei handelt es sich um Feuerlöscher im Miniaturformat. Dabei gibt es auch Spraydosen, deren Füllmenge an Löschmittel weniger als ein Kilogramm Löschmittel beträgt. Diese Spraydosen kommen bei einem minimalen Brand, wenn sich zum Beispiel eine kleine Menge an Benzin im Motorraum entzündet hat oder bei einem Kabelbrand, zum Einsatz.

Ein Schwelbrand im Motorraum kann jeden Autofahrer überraschen. Dieser Schwelbrand braucht ca. 20 Minuten, um sich im Ernstfall zu einem richtigen Feuer auszuweiten. In diesem Zeitraum haben Sie genug Zeit, um den drohenden Brand im Keim zu ersticken. Allerdings ist dies nur möglich, wenn Sie einen Autofeuerlöscher mit 2 kg Löschmittel bei sich haben.

Es ist wichtig, dass möglichst viele Autofahrer passende Feuerlöscher mit sich führen und auch wissen, wie sie diesen Autofeuerlöscher im Ernstfall benutzen müssen. Ein Feuerlöscher für das Auto kostet weniger als eine Tankfüllung – dies sollte die eigene Sicherheit auf jeden Fall Wert sein. Im Idealfall ist der Autofeuerlöscher griffbereit und sicher im PKW platziert und im Notfall schnell einsatzbereit. Weiters gilt, je mehr Autofahrer einen Feuerlöscher mitführen, desto besser ist durch einen gleichzeitigen Einsatz von mehreren Feuerlöschern die Brandbekämpfung.

Wie alle Feuerlöscherarten muss auch der Autofeuerlöscher alle 2 Jahre auf den Prüfstand. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass der Feuerlöscher im Ernstfall auch wirklich funktionstüchtig ist.

Einsatz im Auto: Feuerlöscher ist nicht gleich Feuerlöscher

Autofeuerlöscher sind sowohl als Pulver-Feuerlöscher wie auch als Schaum-Feuerlöscher erhältlich. Beide unterbinden effektiv und rasch die Sauerstoffzufuhr zur Brandquelle und verhindern somit, dass sich die Glut neu entfacht. Beide Lösch-Materialien – Pulver und Schaum – haben gewisse Vor- und Nachteile:

Pulverlöscher für das Auto

+ Besonders langlebig

+ Löschmittel Pulver zersetzt sich langsamer

– Pulver verteilt sich im ganzen Motorraum

– Löschwolke kann die Sicht beeinträchtigen

Schaumlöscher für das Auto

+ Gezielter Einsatz möglich

+ Keine Staubentwicklung

– Löschmittel Schaum zerfällt rasch

– Nur mit Frostschutzmittel bei sehr niedrigen Temperaturen sicher

– Gelöschte Gegenstände saugen sich mit Schaum voll

Wichtig ist, dass Sie Ihren Autofeuerlöscher fest und sicher in Ihrem Auto verstauen, damit dieser bei einer Vollbremsung nicht zum Fluggeschoss wird. Einige Hersteller von Feuerlöschern für das Auto bieten die Möglichkeit, diesen unter dem Fahrersitz zu montieren. Dabei müssen Sie jedoch sicher sein können, dass der Autofeuerlöscher bei einer starken Bremsung nicht bei den Pedalen landet. Erfahrungsgemäß ist es am besten, den Feuerlöscher so im Kofferraum zu verstauen, dass Sie problemlos und jederzeit an ihn rankommen. Dies muss auch der Fall sein, wenn der Kofferraum voll beladen ist.

Das Auto brennt – was tun?

Es ist nicht das Ziel, mit einem Autofeuerlöscher einen Vollbrand zu löschen. Denn dieser Versuch kann gefährlich werden und ist Aufgabe der Feuerwehr. Doch kleine Brände können Sie selbst bekämpfen. Häufig kann ein PKW nach einem kleineren Brand rasch und relativ günstig wieder repariert werden.

Stellen Sie eine starke Rauchentwicklung oder gar Flammen fest, schalten Sie die Warnblinkanlage an und bringen Sie Ihr Auto sofort an den Straßenrand. Daraufhin schalten Sie den Motor aus und alarmieren die Feuerwehr. Ziehen Sie Ihre Warnweste an und entriegeln Sie die Motorhaube. Versuchen Sie vorsichtig, die Motorhaube einen kleinen Spalt zu öffnen. Tragen Sie dabei einen Sicherheitshandschuh, um Verbrennungen an der Hand zu vermeiden. Öffnen Sie die Motorhaube auf keinen Fall ruckartig oder zu weit. Richten Sie den Feuerlöscher auf den Brandherd. Halten Sie dabei einen sicheren Abstand ein und löschen Sie das Feuer immer in Windrichtung mit gezielten, kurzen Stößen. Falls mehrere Feuerlöscher zur Verfügung stehen, setzen Sie diese gleichzeitig ein.

Einen Feuerlöscher im Auto zu haben kann Leben retten und teure Sachschäden vermeiden. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob Sie sich für einen klassischen Autofeuerlöscher oder ein neues Löschspray entscheiden. Wichtig ist bei allen Produkten auf gute Qualität zu achten und eine regelmäßige Wartung durchzuführen.

 

Teste dein Wissen!

Ist die folgende Aussage wahr oder falsch? Brandmelder sind in Neubauten verpflichtend.

 
 

Wahr oder falsch? Das deutsche Brandschutzunternehmen GLORIA bietet eine Vielzahl an Schulungen an.

 
 

Für welche Brandklassen ist der Pulverlöscher geeignet?

 
 
 
 
 

Welche Aussagen über den Aufladelöscher sind richtig?

 
 
 

Welcher der folgenden Faktoren beeinflusst am meisten den Preis eines Feuerlöschers?

 
 
 

Was ist der Unterschied zwischen einem Auflade- und Dauerdrucklöscher?

 
 

Frage 1 von 6

Feuerlöscher retten Leben

Ein Löschgerät kostet nicht viel rettet im Brandfall jedoch Ihr Leben, welches unbezahlbar ist.

Bedeutung der DIN EN 3

Die DIN EN 3 bezeichnet eine europäische Norm zur Zulassung eines Feuerlöschers. Tragbare Feuerlöscher werden in Deutschland schon seit 1992 nach der DIN EN 3 zugelassen. In Österreich nach der ÖNORM EN 3.

Was ist ein ABC-Feuerlöscher?

Als ABC-Löscher werden Löschgeräte, welche für die Brandklassen A, B und C geeignet sind umgangssprachlich genannt. Ein Beispiel hierfür ist zum Beispiel der ABC-Pulver.

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